berichte airboard worldseries 05

 

schlussveranstaltung, 26. märz

das vielversprechende finalrennen in belalp musste wegen schneemangels abgesagt werden. trotzdem trafen sich die airboardcracks in zug zu einem würdigen saisonabschluss und der ernennung des weltmeisters 2005.

alle fahrer freuten sich auf den krönenden saisonabschluss in belalp. das series-finalrennen ist wegen seiner abwechslungsreichen und rasannten pistenführung und wegen der spannenden duelle aus den vorjahren in guter erinnerung. im airboard newsletter wurde noch einmal stimmung gemacht, indem sämtliche sieben rider genannt wurden, welche chancen hatten, durch das finalrennen den weltmeistertitel an sich zu reissen. es stand also noch einiges offen.
so kam die absage des finalrennens wegen schneemangels in unmittelbarer nähe der piste aus sicherheitsgründen äusserst unpassend. die saison war somit auf einen schlag beendet. um die airboard worldseries trotzdem abrundend zu beenden lud fun-care zu einem gemeinsamen saisonabschluss im airboard hauptquartier in zug. anstatt dem adrenalinkick zu fröhnen schaute man also gemeinsam wehmütig bilder und filmaufnahmen vergangener rennen an, ging essen und bowlen.
natürlich wurden auch die erfolgreichsten airboarder der worldseries geehrt. massgebend war also die punkteliste ohne das entscheidende finalrennen in belalp. airboard weltmeister 2005 wurde mit 22 punkten in der gesamtwertung der bündner paulin gianom. sirSchildi vom bistraja airboardteam sicherte sich gemeinsam mit nicki stocker hervorragend den vizemeistertitel. der bistrajaner und vorjahressieger ghetto jutee folgt mit 18 punkten auf dem vierten platz in der gesamtwertung. bestplatzierte frau war simone stahel, gefolgt von damaris schär, bester jugendlicher damien hilty. sirSchildi und ghetto jutee vom bistraja airboardteam siegten mit 38 punkten zudem souverän in der teamwertung, 5 punkte vor dem team oachkätzleschwoaf.
joe steiner entschuldigte sich öffentlich für von der rennleitung gemachte fehler in der punktevergabe bei zwei rennen (bistraja.ch berichtete; siehe bericht malbun und stoos), bat um verständnis und wies darauf hin, dass die gesamtwertung ohne diese unregelmässigkeiten etwas anders ausgefallen wäre. opfer davon war unter anderen sicher bistrajas ghetto jutee, der ohne diese fehler sogar vizemeister geworden wäre! kleiner trost für ihn: dieser titel blieb trotzdem in bistrajas händen.
in der nacht wurde wiedermal gefeiert, wies nur airboarder können. so merkte kaum jemand, dass die morgenstunden schon lange angebrochen waren.
schade, dass die saison so abrupt beendet wurde, trotzdem bleiben die worldseries 2005 mit spannenden rennen, langen nächten und guter stimmung unter den ridern in guter erinnerung. bistraja smert bedankt sich herzlich bei der fun-care ag für die kompetente organisation dieser für den funsport wichtigen anlässe.

 

boardercross stoos, 12./13. märz

das zweitletzte rennen der worldseries versprach durch eine rekordbeteiligung und viele top-fahrer ein spannendes rennen zu werden. bei strahlendem wetter setzten sich in harten fights die besten durch, darunter auch die fahrer des bistraja airboardteams.

bistrajas erfolge setzten schon am samstag in den qualifikationsläufen ein, als ghetto juee die bestzeit fuhr. die piste hatte es in sich: eine dreifache s-kurve kurz nach dem start beförderte schon viele rider ins out. durch eine scharfe kurve galt es viel schwung in eine traverse mitzunehmen. eine letzte enge kurve kurz vor dem ziel bot den zuschauern einige interessante ausrutscher.
da es über nacht stark geregnet hatte, bot sich die piste am sonntag viel weicher an. die startverschiebung um eine stunde schadete der piste zusätzlich: schnell entstanden wellen in der piste, die die abfahrt zu einem unruhigen ritt machten. noch nie kämpften so viele airboarder um die begehrten podestplätze wie an diesem rennen. neben vielen einigen neuen gesichtern präsentierte sich alles was in der airboardszene rang und namen hat. angesichts der vielen top-fahrer war schon im vornherein klar, dass kein eindeutiger favorit feststeht. sirSchildi und gehtto jutee vom bistraja airboardteam sicherten sich aber in harten kämpfen in vier vorrunden einen startplatz im finallauf. diesen gewann jedoch eindeutig niki stocker, gefolgt von sirSchildi der seinen ersten podestplatz an einem series-rennen sicherte. ghetto jutee wurde vierter. auf diese weise sicherte sich das bistraja airboardteam die führung in der gesamtwertung.
dies war wieder mal eine verantstaltung der extraklasse: reibungsloser ablauf, gute infrastruktur, spannende pistenführung und rege beteiligung. ein kleiner fader nachgeschmack bleibt trotzdem hängen: trotz mehrfacher hinweise auf unregelmässigkeiten bei der umsetzung des rennmodus (siehe bericht rennen ftan/scuol) ermöglichten es die veranstalter einer frau und einem jugendlichen im kleinen finale (punkteränge!) teilzunehmen, obwohl sie vorher ausgeschieden waren. die betrogenen sind wie schon in ftan einige deutlich besser fahrende rider der männerkategorie.

 

boardercross malbun, 26./27. februar

der boardercross im lichtensteinischen malbun offenbarte seine tücken. die favoriten hatten das nachsehen.

am samstag konnten die rider die sehr kurze strecke testen. technisch verlangte die strecke nicht viel ab, doch stellte sich eine 90-grad-kurve mit aussenseitigem abhang als wahres hindernis heraus. schon im qualifikationslauf verliessen einige fahrer an dieser stelle die piste und verloren wertvolle sekunden. ghetto jutee fuhr die viertbeste quali-zeit und liess somit auch die bistrajaner hoffen.
am abend wurde in der schneebar ausgelassen und in airboardmanier gefeiert. bis lange nach mitternacht wurde das zelt gerockt. dementsprechend müde sahen die gesichter am nächsten morgen aus.
schon der erste durchgang des boardercrosses machte deutlich, dass das rennen entgegen den erwartungen läuft. viele favoriten wurden wegen torfehlern zurückgesetzt, drifteten in der gefährlichen kurve ab oder wurden auf regulärem wege besiegt. im gedränge zu viert zeigte die scheinbar harmlose piste doch noch seine tücken. noch nie gab es so viele disqualifikationen wegen torfehlern. die rider des bistraja airboard teams zeigten eine souveräne leistung. ghetto jutee schaffte es sogar aufs podest und wurde dritter. sirSchildi sicherte sich den 5. rang. somit sprang das bündner airboardteam ganze zehn punkte in der teamwertung nach vorne! der sieg ging erwartungsgemäss an den walliser stéphan, der zweite platz ging überraschend an den junioren demian, der die älteren airboarder das fürchten lehrte.

 

boardercross ftan/scuol, 29./30. januar

der erste boardercross der aktuellen worldseries verlangte von den airboardern viel technisches können ab. das mangelnde rider- und publikumsinteresse liessen jedoch nicht die gewohnte stimmung aufkommen. zudem liessen ungereimtheiten im reglement ein durchzogenes gefühl zurück.

bei extremen minustemperaturen nahmen die airboarder samstags den anspruchsvollen kurs genau unter die lupe. sehr enge kurven, bodenwellen, unübersichtliche stellen, enge wegführung und vereiste stellen verlangten eine überlegte fahrtechnik. um nicht neben der piste zu landen, war für einmal gut dosiertes bremsen gefragt. wachs spielte erstmals eine zweitrangige rolle. wegen der geringen teilnehmerzahl wurde der qualifikationslauf am samstag zur reinen alibiübung. der bistrajaner ghetto jutee fuhr vielversprechend die viertbeste zeit.
abends wurden wie gewöhnlich freundschaften gepflegt und gefeiert. die zwei für bistraja startenden rider jutee und flörra verdienten sich den "warmduscher"-titel indem sie nur durch heiss duschen den feueralarm auslösten.
das rennen am sonntag verlief ohne grosse aufmerksamkeit zu erregen. weshalb das publikum fern blieb, ist nicht klar. die zwei tabellenführenden airboarder fabrizio und aari schieden schon im ersten lauf überraschend aus. somit bekamen in der gesammtwertung im rückstand stehende rider die chance, aufzuholen. wegen der geringen teilnehmerzahl war schon der vierte lauf das finale. in einem spannenden zweikampf entschied niki dieses für sich, nur wenige meter vor dem einheimischen paulin. in der kategorie der damen sicherte sich die newcomerin damaris überraschend, aber eindeutig den sieg.
obwohl die typische airboardrennen-stimmung nie richtig aufkommen wollte, bleibt der kurs in ftan ein geheimtipp. noch nie gab es eine technisch so interessante strecke.


für viel ärger bei den männlichen-fahrern sorgte das frauen und jugendliche begünstigende airboarder-unisex-reglement. obwohl es am schluss eine einheitliche rangliste gibt, dürfen damen und jugendliche im boardercross unter sich starten. die kategorien werden erst durchmischt, wenn es nicht mehr genügend damen und jugendliche für eine eigene vierergruppe hat. so ist es möglich oder gar unabdingbar, dass sie den finallauf erreichen, ohne je ein rennen gegen einen rider der herrenkategorie absolviert zu haben. auch in ftan waren damen und jugendliche im finale und somit auf dem podest, die laut einzelzeitfahren für den kurs mehr als eine viertelminute länger benötigten, als die herren auf den folgenden plätzen. diese bekamen nie die chance, sich gegen die bevorzugten zu behaupten. da die damen und jugendlichen sowieso immer eine eigene rangverkündigung erhalten, wäre dies auch nicht weiter schlimm. doch nehmen sie in der gesammten rangliste den herren - die ja über keine eigene rangliste verfügen - wertvolle und eigentlich verdiente punkte für die airboard worldseries gesammtwertung weg. man kann fahrer nicht getrennt starten lassen, die kategorien für den finallauf zusammenführen und am schluss die gesammtwertung gemeinsam führen. dies stellt die glaubwürdigkeit der ganzen worldseries, zumindest in den mittleren rängen, in frage. das problem ist übrigens schon von letztem jahr bekannt, die geringe anzahl der läufe in ftan liessen es nur wieder in seiner extremsten form erscheinen.

 

down-hill massenstart engelberg, 15./16. januar

auf der bisher steilsten und längsten piste wurde in engelberg das erste massenstart-ariboardrennen überhaupt durchgeführt. Wegen Schneemangels musste die überlange Strecke auf rund 800 Höhenmeter gekürzt werden.

am samstag hatten alle wettkampfteilnehmer die möglichkeit auf der rennstrecke zu trainieren. bei strahlendem sonnenschein, perfekt präparierter und abgesperrter piste durften sie dem temporausch fröhnen. die rennstrecke, bis anhin sicherlich die schnellste, zeigte beim training ein paar schwierigkeiten auf. ein sehr langes gleiterstück zu beginn, danach ein slalom und kurz darauf das sogenannte „kanonenrohr“, bei welchem sicherlich geschwindigkeiten von ca. 110km/h und mehr gefahren wurden.
das bistraja airboardteam (ghetto jutee und sirSchildi) zeigte im training wiedermal dass idiotien ihre grösseren stärken als der verstand sind und nutzten just vor fun die steile slalompiste als anlaufstrecke um ungebremst mit hoher geschwindigkeit ins kanonenrohr zu steigen. auch "testeten" sie kopfvoran die fangnetze. sirSchildi kollidierte ausserdem mit einem sich plötzlich in die piste verschiebenden metallpfosten.
nach einer für einige eher kurzen nacht startete das rennen bereits um 0845uhr. beim erstmals praktizierten massenstart ging das gerangel schon am start los. die ersten opfer waren wahrscheinlich ghetto jutee und sly, welche kurz nach dem start gerammt wurden und somit ihr fürs gleiterstück nötige tempo verloren. das feld der 29 teilnehmer wurde schnell weit. der immer noch verletzte sirSchildi konnte mit der spitzengruppe mitfahren. das rennen zeigte sich interessant, jedoch sehr fair. aufgrund der grossen gefahr auf dieser strecke wurde weitgehend auf unnötige cheks verzichtet. schlussendlich entschied fabrizio das rennen für sich, gefolgt von den erstmals gestarteten fahrern michael und sascha. sirSchildi wurde vierter. ghetto jutee  musste nach seinem anfänglichen crash das feld von ganz hinten aufräumen und landete schlussendlich auf dem dafür guten 9. platz.
die stimmung unter den ridern war wie immer kameradschaftlich und locker. einen schatten auf das rennen warf lediglich die erste disqualifikation an einem airboardrennen. niki stocker, der eigentlich zweite, wurde aus dem rennen ausgeschieden, da er kurz, obwhol ohne fremdbehinderung, die griffe des airboardes losliess um sich schwung zu verschaffen.

 

speed'n'time-race serfaus, 8./9. januar

bei schönem wetter, gut präparierter piste und vielen zuschauern versuchten die airboarder die 100 km/h-grenze zu knacken. gewertet wurde der quotient aus fahrtzeit und höchstgeschwindigkeit.

nachdem die österreicher rider in der vorangegangenen saison auf die hinteren plätze verdrängt wurden, kündigten an, im folgenden jahr das blatt zu wenden. im trainingslauf sah es denn auch so aus, als ob die österreicher rider ihr versprechen einhalten würden. in den zwei rennläufen trumpften jedoch die in überzahl erschienenen schweizer mit in den trainingsläufen noch nie gesehenen leistungen auf und sicherten sich sämtliche worldseries punkte.
auch wenn es kein rider schaffte, die 100 km/h-grenze zu knacken, gelang es zwei ridern, sie wenigstens zu kitzeln. die teamkollegen des bistraja teams ghetto jutee (ursin) und sirSchildi (matthias) nahmen ihren namen wörtlich (bistraja bedeutet auf russisch "schnell") und rasten als die schnellsten mit 99.53 km/h und 99.45 km/h zu tale.
da die wertung jedoch aus dem quotienten aus gesamtzeit und speed bestand gelang es aari tischhauser seine favoritenrolle wahrzunehmen und das rennen mit 96,98 km/h und einer super zeit von 24,17 s für sich zu entscheiden. zweiter wurde der teamrider fabrizio carretti, mit 2 zehntausendsteln (!) vorsprung auf den drittplazierten bistrajaner ghetto jutee.
die österreicher gewannen in einer disziplin trotzdem: noch nie gab es ein so gut organisiertes airboardrennen. alles stimmte, von der pistenpräparation, über information, ablauf, zeitmessung, sicherung, rangverkündigung, bis hin zur gastfreundschaft. ein dickes lob an die organisatoren und natürlich sämtliche rider, die den anlass wieder einmal mehr zu einem unverbitterten, friedlichen "fest" gemacht haben.

 

 

 

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